Beispiel: Die neue Geometrie-Stadt
Cross-Curricular Learning: Die Geometrie-Stadt
Verknüpft mit dem Projekt „Fest in der Zahlenstadt“ entwerfen die Schüler:innen Gebäude für einen Stadtplan.
Sie nutzen Dienes-Material oder Stanzkarton, um Grundrisse zu legen.
Sie berechnen, wie viele verschiedene Formen sie für ein Gebäude benötigen, und erstellen dazu einen Bauplan.
In der Ausgangsidee bauen die Kinder eine Stadt aus Formen.
In der Premium-Version müssen sie eine reale Planungsentscheidung treffen:
Die Kinder erkennen geometrische Formen nicht nur wieder, sondern nutzen sie, um Räume zu planen, Flächen zu vergleichen, Interessen abzuwägen und Entscheidungen zu begründen.
Lehrplan 2023
↓
Prozessbezogene Kompetenzen
↓
Premium-Aufgabe
↓
PeerLearningKompass (PLK)
Die Aufgabe wurde so gestaltet, dass Kinder geometrische Inhalte durch die Anwendung prozessbezogener Kompetenzen erarbeiten.
Die Kinder nutzen geometrische Formen, um ein Stadtviertel zu planen. Sie vergleichen Formen, Flächen und Anordnungen und begründen, welche Lösung für Menschen, Kinder, Wege und Grünflächen sinnvoll ist.
Einstiegsbild: Welche geometrischen Formen, Wege, Gebäude und Grünflächen erkennt man in einer echten Stadt?
Die Gemeinde wächst. Immer mehr Familien ziehen in die Stadt.
Deshalb soll ein neues Wohnviertel geplant werden.
Der Bürgermeister bittet die Klasse um Hilfe.
Die Kinder arbeiten als Stadtplaner:innen.
Beobachtungsbild: Nicht jede freie Fläche ist Baufläche. Wo brauchen Menschen Wege, Parks und Aufenthaltsräume?
Die Klasse betrachtet einen einfachen Stadtplan oder ein leeres Grundstück.
Schätzbild: Wie viel Platz brauchen Kinder? Welche geometrischen Formen entstehen durch Wege, Spielbereiche und Grünflächen?
Bevor gebaut wird, entwickeln die Kinder erste Vermutungen.
Wichtig: Es gibt nicht nur eine richtige Lösung. Jede Lösung muss begründet werden.
Die Kinder dürfen verschiedene geometrische Formen verwenden.
◼
Quadrat
kleines Haus, Platz, Garten
▭
Rechteck
Wohnblock, Schule, Straße
▲
Dreieck
kleiner Park, Restfläche, Kreuzung
●
Kreis
Brunnen, Kreisverkehr, Platz
⬡
Sechseck
Pavillon, Treffpunkt, Gartenform
▭ + ◼
zusammengesetzte Figur
Schule, Gemeindezentrum, Wohnanlage
Modellierungsbild: Kinder übernehmen die Rolle von Stadtplaner:innen und diskutieren ihren Entwurf.
Modellbild: Gebäude, Straßen, Grünflächen und Schule werden als geometrische Körper und Flächen dargestellt.
Die Kinder legen oder zeichnen verschiedene Stadtpläne.
In einer echten Stadt haben verschiedene Menschen unterschiedliche Bedürfnisse.
wollen Wohnungen, Spielplätze und sichere Wege.
möchte möglichst viele Grünflächen erhalten.
braucht breite und gut erreichbare Wege.
möchte möglichst viele Wohnungen bauen.
Die Kinder müssen geometrisch planen und menschlich begründen.
Vergleichsbild: Ein Stadtplan wird zum geometrischen Modell mit Raster, Wegen, Gebäuden und besonderen Orten.
Die Kinder vergleichen unterschiedliche Stadtpläne.
Mögliche mathematische Fragen:
Entscheidungsbild: Zwei Lösungen können beide mathematisch sinnvoll sein, aber unterschiedliche Folgen für Natur, Wege und Wohnraum haben.
Dieselbe Fläche kann auf viele verschiedene Arten gestaltet werden.
Geometrie hilft uns nicht nur, Formen zu erkennen. Geometrie hilft uns, Räume für Menschen zu gestalten.
Diese Aufgabe bietet Beobachtungsmöglichkeiten für:
Beobachten – Schätzen – Konstruieren – Modellieren – Vergleichen – Argumentieren – Dokumentieren – Kommunizieren
Dadurch kann mit dem PeerLearningKompass sichtbar werden, wie Kinder geometrisches Denken entwickeln.
Premium-Version und didaktische Weiterentwicklung: Dr. Maria Fernanda Nieva, 2026.